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Verbraucherschutz
Garantieverlust bei Besuch in freier Werksatt? PDF Drucken
Mittwoch, den 06. März 2013 um 12:04 Uhr

Viele Neuwagenfahrer sind verunsichert, wenn ihr Fahrzeug - welches noch Herstellergarantie hat - einen Werkstattbesuch benötigt. Es stellt sich dann die Frage, ob beim Besuch sogenannter freier Werkstätten, die Garantie des Herstellers erlischt. Diese Frage ist nicht unbegründet, da bei den meisten Herstellern dieser Passus im Fristenheft, in der Bedienungsanleitung oder gar im Kaufvertrag vermerkt ist.

Grundsätzlich kann gesagt werden, dass die Garantie erhalten bleibt!

Laut EU-Kommission aus dem Jahre 2010 ist eine solche Einschränkung durch die Hersteller rechtswidrig. Freie Werkstätten hätten das Recht, Fahrzeuge auch in der Garantiezeit zu warten oder zu reparieren, ohne dass der Halter seine Garantieansprüche verliert.

Der Gesamtverband Autoteile-Handel (GVA) weist darauf hin, dass weder die Ansprüche aus der gesetzlichen Gewährleistung noch die Garantieansprüche entfallen dürfen, wenn Wartungs- oder Inspektionsarbeiten in einer freien Werkstatt durchgeführt werden. Dies gilt auch für Verschleiß- und Unfallreparaturen.

Ein VErmerk auf der Rechnung oder im Serviceheft, dass die Arbeiten nach den Vorgaben des Herstellers durchgeführt wurden, sollte jedoch nicht fehlen.

Freilich gilt dies nicht, wenn die gesetzliche Sachmängelhaftung greift oder ein Garantiefall vorliegt. Hier muss natürlich die Fachwerksatt aufgesucht werden, da bei der Sachmängelhaftung der Verkäufer und beim Garantiefall der Hersteller für den Schaden haftet und die Reparaturkosten auch übernimmt. Sollten sog. Kulanzfälle geltend gemacht werden, ist es jedoch von Vorteil, wenn man vorher stets bei der Fachwerksatt war.

Demnach liegt die Entscheidung beim Autofahrer, ob er sein Auto in eine freie Werkstatt oder in eine Fachwerkstatt gibt.

Ausnahmen bilden im Übrigen Rückrufaktionen oder die Beseitigung von Produktionsfehlern. In diesen Fällen kann der Hersteller natürlich vorschreiben, dass eine Fachwerkstatt aufzusuchen ist. Der Hersteller kann auch vorschreiben, welche Teile in diesen Fällen auszutauschen sind. Dies liegt schon alleine daran, weil der Hersteller die Kosten für Rückrufaktionen und Produktionsfehlerbehebung zu übernehmen hat.

 
Abzocke - Fortsetzung Teil 2 PDF Drucken

Und hier die neue Telefonnummer der "Gauner" - dieses Mal nannte er sich Herr Marvin Klein. Er ist jetzt übrigens nicht mehr Staatsanwalt.

0211 - 6785 2479

Die Nummer ist natürlich wie immer nicht erreichbar...

 
Abzocke - Fortsetzung PDF Drucken
Montag, den 01. Oktober 2012 um 17:05 Uhr

Die Abzocke und Betrügerei geht weiter...

Am 16.05.2012 veröffentlichten wir einen Beitrag über "Telefonbetrug.". Nun wurde diese "Geschichte" weitergeführt, nachdem mehrere Monate nichts geschah.

Unter der Telefonnummer 0211 - 794628 erhielt unsere Mandantin einen weiteren Anruf von einer Person, die sich als Staatsanwalt Klein [wohl auch das Gehirn des Anrufers] ausgab. Herr Klein meinte, dass unsere Mandantin bei einer Firma namens "Franklin Marketing" Schulden hätte und sie diese nun bezahlen müsse. Er [als Staatsanwalt!!!] hat sie nun aufzufordern, den Betrag zu zahlen.

Nachdem unsere Mandantin wiederum nachfragte, wie er denn dazu käme, dass sie Schulden bei dieser ominösen Firma habe, teilte er unserer Mandantin mit, dass sie erst vor ca. 2 Wochen dort ein Abonnement abgeschlossen habe.

Freilich reagierte unsere Madnantin entsprechend unserer Vorgaben und teilte "Herrn Klein" mit, dass sie nun ihren Anwalt beauftragen würde. Dies gefiehl "Herrn Klein" offensichtlich so wenig, dass er unsere Mandantin als "dumme Schla..." titulierte und auflegte.

Die Strafanzeige läuft...

Kommentar:

Wenn man dies hört, fällt einem fast nichts mehr ein. Nicht nur, dass diese Art bereits primitiv und inhaltslos ist, sie ist auch noch meschenverachtend. Dass ein Staatsanwalt nicht zu Hause anruft und Geld verlangt, dürfte jedem 2-jährigen bekannt sein. Hieran merkt man, wie minderbemiittelt diese Betrüger tatsächlich sind.

Schade, dass sich diese Betrüger hier nicht vorstellen; gerne würde ich einen Artikel über Deutschlands dämlichste Verbrecher schreiben...

 
Und wieder eine neue Betrügermasche PDF Drucken
Donnerstag, den 09. August 2012 um 14:14 Uhr

Es nimmt kein Ende...stets entwickeln Betrüger neue Maschen...

Herr S. aus N. erhält einen Anruf eines Rechtsanwaltes unter dem Namen Toni Silas aus einer Stuttgarter Kanzlei (wohl frei erfunden). Der "angebliche" Anwalt möchte Herrn S. über einen Gewinn im Januar 2012 über 75.000,00 EUR informieren, der nicht eingelöst wurde. Herr S. solle unbedingt Herrn Müller der Sparkasse Hannover unter der Telefonnummer 0511 - XXX anrufen.

Tatsächlich meldete sich unter der angegebenen Telefonnummer ein Herr Müller der Sparkasse Hannover, der zunächst meinte, dass der Gewinn wohl verfristet sei. Nach einer Nachprüfung durch Herrn Müller stellte sich dann jedoch heraus, dass die Frist wohl in Kürze erst ablaufen würde. Allerdings müsse Herr S. bis zum nächsten Tage einen Betrag iHv 1.600,00 EUR auf in bestimmtes Konto bei der Sparkasse in Neu-Ulm überweisen. Herr Müller nannte Herrn S. den Verantwortlichen der Sparkasse Neu-Ulm (Herr Wörner), die Bankleitzahl und eine Kontonummer. Der Betrag sei der Steueranteil, nach der Zahlung würde der Gewinn soofrt ausbezahlt.

Kommentar:

Freilich wird es keinen Gewinn geben. Herr S. hat sich an uns gewandt. Wir rieten ihm, umgehend Strafanzeige zu stellen. Über dei Bankverbindung dürfte eine Person herauszufinden sein. Allerdings kann dies durchaus auch ein unbescholtener Bürger sein, dessen Bankdaten ausgespäht wurden.

Wir hoffen, von Herrn S. auf dem Laufenden gehalten zu werden, damit wir hier weiter berichten können.

Wie Sie sehen: Es wird immer dreister!!!

 
Und nochmal Abzocke der gesteigerten Art PDF Drucken
Mittwoch, den 16. Mai 2012 um 00:00 Uhr

Liebe Leser,

es nimmt offensichtlich kein Ende und die Betrüger werden immer dreister.

Eine Mandantin erhielt einen Anruf einer Frau Melissa Anders aus Köln (0221 - 8682600) mit der Nachricht, man habe einen Betrag iHv 718,80 EUR zu zahlen, weil man angeblich an einem Gewinnspiel teilgenommen und dieses nicht rechtzeitig gekündigt habe. Die Dame sei von der Verwaltungszentrale für Datenschutz und möchte helfen [aha !!!!]

Sämtliche Daten (Name, Vorname und Bankverbindung) waren bekannt und sollten abgeglichen werden. [So suggerieren die "Abzocker" beim Verbraucher, dass tatsächlich Geld abgebucht werden könnte].

Nach Rückfrage der Mandantin, um welches Gewinnspiel es sich handele, konnte dies die Damen freilich nicht beantworten.

Nach Mitteilung der Mandantin, dass man ggf. einen Anwalt einschalten wolle, entgegnete diese, dass deren 12-jähriger Sohn [geschäftsunfähig] einen solchen Vertrag auch abgeschlossen hatte und die Anwälte nichts tun konnten [extrem tiefbegabte Antwort].

Allerdings bestünde die Möglichkeit, bei Abschluss eines Zeitungsabonnement bei der "Firma Franklin Marketing", sich vom Vertrag lösen zu können. Dies würde lediglich 49,00 EUR / Halbjahr kosten und danach würden alle Daten - die irgendwo im Umlauf sind - gelöscht [Was die Dame so alles kann???].

Um das Zeitungsabo abzuschließen, würde eine andere Person innerhalb der nächsten Minuten anrufen. Dies geschah dann auch mit der Nummer aus Frankfurt 069 - 25845612 unter der Firma Franklin Marketing.

Nachdem die Mandantin sagte, man werde einen Anwalt konsultieren, legte die Person sofort auf.

Kommentar:

Weder am Telefon, noch im Internet sollte man seine Bankverbindung angeben, am besten auch nicht Namen oder sonstige Daten sofern man die Person am anderen Ende nicht kennt. Auf Diskussionen sollte man sich grundsätzlich gar nicht einlassen. Mein Rat an alle:

Teilen Sie dem Anrufer mit, er möge Ihnen alles schriftlich zukommen lassen. Wenn dies abgelehnt wird, ist es auch nicht seriös. Letztlich sollten Sie sich immer Namen, Firma, Grund und Nummer des Anrufes geben lassen.

Wenn Sie nicht sicher sind, wer am anderen Ende der Leitung ist, legen Sie einfach auf!!! Weniger haben diese Abzocker nicht verdient, eher mehr!!!

Übrigens: Wenn Sie ungewoillte Anrufe auf Ihr Mobiltelefon erhalten, können Sie Ihren Provider beauftragen, alle Anrufer, die mit unterdrückter Nummer anrufen, sperren zu lassen, bzw. erhalten diese Anrufer dann eine Nachricht, dass nur "angezeigte Anrufe" angenommen werden.

 
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